Am Samstag, dem 13. Juni 2026, fand in Anif der 25. Flachgauer Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb statt. Zahlreiche Bewerbsgruppen aus dem gesamten Salzburger Land stellten sich dabei den Herausforderungen in den Kategorien Bronze und Silber. Auch die Hauptwache Hallein war mit zwei Gruppen vertreten.
Nach intensiver und monatelanger Vorbereitung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in den Bewerbsdisziplinen „Löschangriff“ sowie „Staffellauf“ unter Beweis stellen. Die gezeigten Leistungen spiegelten den hohen Ausbildungsstand, das Engagement und den starken Teamgeist innerhalb der Bewerbsgruppen wider.
Auch die Bezirksgruppe „Tennengau“, in der sich ausschließlich ajtive und ehemalige Führungskräfte auf Landes-, Bezirks- und Ortsebene, unteranderem auch BR Josef Tschematschar und HBI Josef Nocker, nahmen am Bewerbstag wieder teil.
Bewerbsgruppe Hallein 1:
Bewerbsgruppe Hallein 2:
Bewerbsgruppe Tennengau:
Ein besonderer Dank gilt dem Trainer und Betreuer der Bewerbsgruppen, BI Thomas Krispler, der mit großem Einsatz die Vorbereitung und Ausbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleitet hat.
Feuerwehrleistungsbewerbe sind ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrausbildung. Die dabei trainierten Abläufe, die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft sowie die stetige Verbesserung der Fertigkeiten tragen maßgeblich dazu bei, Einsätze sicher, effizient und professionell abwickeln zu können.
Im Rahmen der wöchentlichen Übung am 11. Juni 2026 wurde der Übertritt von LM Johann Lindenthaler in den nicht aktiven Stand gefeiert. Der offizielle Übertritt in den nicht aktiven Stand erfolgte am 01.06.2026.
Hans trat 1985 der Feuerwehr St. Koloman bei und absolvierte in den folgenden Jahren die erforderlichen Grund- und Fachausbildungen, insbesondere zum Maschinisten sowie im Bereich Atemschutz. Nach seinem Umzug auf den Dürrnberg trat er dem Löschzug bei. Über viele Jahre hinweg war er eine verlässliche Stütze der Feuerwehr, besonders bei Einsätzen während der Tageszeit.
Neben seiner aktiven Einsatztätigkeit erwarb Hans das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber und nahm noch 2019 mit einer Bewerbsgruppe „Alt“ am Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Grödig teil. Sein langjähriges und engagiertes Wirken wurde durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt, darunter die Verdienstmedaille und das Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg, die Medaille für
Katastrophenhilfe des Landes Salzburg, die Medaillen für 25- und 40-jährige verdienstvolle Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungswesen sowie das Verdienstzeichen 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.
Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für seine Verdienste um den Löschzug Bad Dürrnberg und die Feuerwehr Hallein wurde ihm ein Heiliger Florian überreicht, der ihn an seine aktive Zeit im Feuerwehrdienst erinnern soll.
Übungsart: Brandübung
Eingesetzte Fahrzeuge LZ: TLFA 3000 Tank Dürrnberg, LFA Pumpe Dürrnberg
Übungsleiter: OLM Michael Höllbacher
Im Zuge der ersten Übung im Juni des Löschzuges Bad Dürrnberg wurde ein Szenario angenommen, bei dem der Brand einer landwirtschaftlichen Remise mit mehreren vermissten Personen simuliert wurde.
Das Tanklöschfahrzeug TLFA 3000 rückte unmittelbar zum Übungsobjekt vor. Zeitgleich wurde ein Atemschutztrupp ausgerüstet, um schnellstmöglich zur Menschenrettung in die verrauchte Remise vorzudringen. Das Hauptaugenmerk lag auf dem raschen Auffinden der vermissten Personen sowie der Lokalisierung der Brandquelle. Parallel dazu wurde eine Löschleitung aufgebaut. Im Erstangriff kam ein C-Rohr im Außenbereich zum Einsatz, um angrenzende Flächen zu schützen und eine Brandausbreitung zu verhindern. Ergänzend wurden Vorbereitungen für eine mögliche Rauchentlüftung getroffen.
Die Mannschaft des Löschfahrzeuges LFA hatte die Aufgabe, die Wasserversorgung sicherzustellen. Das Übungsobjekt befand sich in exponierter Lage. Die Sicherstellung der Löschwasserversorgung vom nächstgelegenen Hydranten zum Übungsobjekt stellte aufgrund der zu überwindenden Höhendifferenz und der Distanz eine zusätzliche Herausforderung dar. Insgesamt musste eine Zubringerleitung von etwa 240
Metern Länge über unwegsames Gelände aufgebaut werden.
Da die Zubringerleitung die Landesstraße querte, wurde zur Sicherheit aller Beteiligten eine Verkehrsregelung eingerichtet.
Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der eingesetzten Kräfte unter realistischen Bedingungen zu stärken. Besonderes Augenmerk lag auf der Menschenrettung unter Atemschutz, dem raschen Aufbau einer
funktionierenden Löschwasserversorgung über längere Distanzen sowie der sicheren Verkehrsabsicherung.
Die Übung zeigte eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Mannschaft. Durch koordinierte Zusammenarbeit und umsichtiges Handeln konnten alle gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigt werden.
Die diensthabende Bereitschaft 2 wurde am 31. Mai 2026 infolge einer Sturmfront zu mehreren Einsätzen im Gemeindegebiet alarmiert.
Am Sonnenscheinweg war aufgrund der starken Sturmböen ein Baum in eine Stromleitung gestürzt. Nach der Abschaltung der betroffenen Stromleitung durch die Salzburg AG konnten die Einsatzkräfte den Baum mittels Motorsäge zerkleinern und von der Fahrbahn entfernen. Anschließend wurde die Straße gereinigt.
Ein weiterer Einsatz führte die Feuerwehr zu einem Wohnhaus an der B159. Dort hatte sich durch die starken Windböen ein Wetterschutzblech vom Kamin gelöst. Mithilfe der Drehleiter wurde das lose Blech gesichert, demontiert und kontrolliert am Boden abgelegt.
An der Dürrnberg Landesstraße war ebenfalls ein Baum durch die Windböen umgeknickt und hing über die Fahrbahn. Mit Unterstützung der Drehleiter und einer Motorsäge konnte auch dieser Baum rasch entfernt und die Verkehrsfläche wieder freigemacht werden.
Nach rund einer Stunde konnten die eingesetzten Kräfte alle Arbeiten erfolgreich abschließen und wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
Fahrzeuge: RLFA 2000, TLFA 3000, DLA(K) 23-12, SRFKA
Ausgerückte Kräfte: 14
Einsatzleiter: HBI Gerald Lindner
Weiters:
Straßenmeisterei
Salzburg AG