Vom Freitag, 10.07.2026 bis Sonntag, 12.07.2026 führte der Tauchdienst der Feuerwehr Hallein das jährliche Tauchlager am Ausbildungsgelände des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes in Weyregg am Attersee durch.
Der Tauchdienst machte sich am Freitag früh auf den Weg Richtung Attersee. Nach der Ankunft wurde das Ausbildungsgelände bezogen und die Lagerordnung hergestellt. In der Zwischenzeit wurde das mitgebrachte Jet-Boot im Hafen von Steinbach geslippt und am Wasserweg nach Weyregg überstellt.
Anschließend konnte bereits der erste von insgesamt 10 Tauchgängen an diesem Wochenende durchgeführt werden. Dieser Tauchgang wurde genutzt um die Gegebenheiten unter Wasser auf Veränderungen oder Neuheiten zu erkunden.
Nach der Mittagspause wurde das Wissen mit dem Umgang unserer Vollgesichtsmasken samt Kommunikationseinheit in der Theorie und Praxis aufgefrischt.
Des Weiteren wurde am ersten Tag des Tauchlager noch eine Praxiseinheit in der richtigen Verwendung unserer Suchstange und den verschiedenen Suchmethoden abgehalten.
Zum Abschluss des Tages führte der Tauchdienst noch einen Nachttauchgang durch. Nachttauchgänge sind für die Taucher noch größere Herausforderungen da diese in absoluter Dunkelheit stattfinden. Die einzige Lichtquelle sind die Unterwasserlampen der einzelnen Taucher.
Nach einer relativen kurzen Nachtruhe und dem Frühstück stand bereits am zweiten Tag der nächste Tauchgang am Programm.
Hier bereiteten sich die anwesenden Taucher auf eine Tauchübung vor. Hierin bestand die Aufgabe die versenkte Fahrzeugkarosserie vom Grund des Attersees zu bergen. Um die Bergung so gut wie möglich durchzuführen wurde die Tauchgruppe in mehrere Trupps geteilt die nacheinander zum Fahrzeug tauchten und die einzelnen Aufgaben erledigten. Zum Schluss wurde unser Hebeballon (Hebekraft 1000kg) angebracht und nachdem sich alle Taucher aus dem Gefahrenbereich begeben haben, wurde unser Hebeballon von der Landmannschaft gefüllt und das Fahrzeug an die Oberfläche gebracht.
Der Nachmittag wurde genutzt um die richtige Vorgangsweise bei einem Tauchernotfall – Luftnot aufzufrischen. Bei diesem Tauchgang wurde die gesamte Tauchgruppe als Rettungsmannschaft eingebunden. Diese Aufgabe wurde zur vollsten Zufriedenheit des Lehrtauchers abgearbeitet und konnte ohne Vorkommnisse beendet werden.
Um den Nachmittag abzurunden stand nach dem Tauchgang eine Praxiseinheit zum Thema Fließwasserrettung am Ausbildungsplan. Hierbei wurden der Wert auf Seil- & Knotenkunde gelegt sowie unsere Seilfähre aufgebaut.
Am Samstagnachmittag konnte sich auch der Bezirksfeuerwehrkommandant Tennengau OBR Christoph Pongratz vom Ausbildungsstand sowie der Einsatzbereitschaft der Tauchgruppe überzeugen.
Am dritten und letzten Tag wurde ein Navigationstauchgang abgehalten. Bei diesem Tauchgang wurden den Tauchtrupps verschiedenen Koordinaten mitgeteilt sowie Aufgaben gestellt. Nach dem Abarbeiten der Aufgaben konnten die Taucher selbstständig den Tauchgang beenden.
Nach dem Abbau des Lagers und Verladen der Ausrüstung wurde unser Jet-Boot wieder aus dem Wasser genommen. Anschließend konnte die Heimreise in die Hauptwache nach Hallein
angetreten werden. Nach der Ankunft in der Feuerwehr und Versorgung des Gerätes konnte das Tauchlager 2026 für beendet erklärt werden.
An diesem Wochenende wurden insgesamt 10 Tauchgänge unter Berücksichtigung der Oberflächenpause sowie mehrere Theorie- und Praxiseinheiten abgehalten.
Die Tauchgruppenleitung möchte sich bei allen Mitgliedern des Tauchdienstes bedanken für die großartige Mitarbeit und Disziplin beim Tauchlager und für die Bereitschaft an einer zusätzlichen Ausbildung neben unserem regulären Dienstbetrieb teilzunehmen.
Übungsart: Brandübung
Eingesetzte Fahrzeuge LZ: TLFA 3000 Tank Dürrnberg, LFA Pumpe Dürrnberg
Übungsleiter: BM Josef Schörghofer
Im Zuge der monatlichen Übung des Löschzuges Bad Dürrnberg im Juli wurde ein Brand in einem Betriebsgebäude beübt.
Das Tanklöschfahrzeug TLFA 3000 sowie die Pumpe LFA rückten unmittelbar zum Übungsobjekt aus. Zur Wasserversorgung wurde eine Zubringerleitung vom nächstgelegenen Hydranten zum Tank Dürrnberg
verlegt. Sowohl durch den Tank Dürrnberg als auch durch die Pumpe Dürrnberg wurde ein Atemschutztrupp
zur Brandbekämpfung und Personensuche in das Gebäude entsandt.
Parallel dazu wurden von außen eine Anleiterbereitschaft sowie ein Außenangriff mittels C-Hohlstrahlrohr durchgeführt. Im Verlauf der Übung konnten der Brandherd gefunden und gelöscht sowie alle vermissten Personen aufgefunden werden. Im Zuge der Druckbelüftung des Gebäudes wurde als Übungsszenario ein Atemschutznotfall eingebaut. Dabei wurde die verletzte Person von den Kameraden des eigenen Trupps sowie vom Rettungstrupp schnellstmöglich versorgt und ins Freie gebracht. Schlussendlich konnte daher „Brand aus“ gegeben werden.
Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der eingesetzten Kräfte unter realistischen Bedingungen zu stärken. Besonderes Augenmerk lag auf der Menschenrettung unter Atemschutz, dem raschen Aufbau einer funktionierenden Löschwasserversorgung sowie der Behandlung eines Atemschutznotfalls.
Die Übung zeigte eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Mannschaft. Durch koordinierte Zusammenarbeit und umsichtiges Handeln konnten alle gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigt werden.
Von 26. bis 27. Juni 2026 fand in der Südtiroler Gemeinde Ritten, genauer gesagt in Klobenstein, hoch über Bozen der 29. Südtiroler Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Bronze und Silber statt.
Der Bewerb fand in der Ritten Arena statt. Die Feuerwehr Lengmoos/Klobenstein schaffte dabei optimale Rahmenbedingungen für die 182 aktiven Bewerbsgruppen aus Südtirol und einer großen Anzahl an Gästegruppen aus verschiedenen Ländern.
Eine Gruppe davon war die Bewerbsgruppe der Feuerwehr Hallein, welche sich bereits zwei Wochen vorher beim Bezirksbewerb in Anif-Niederalm auf dieses großartige Event in Südtirol vorbereitete.
Unsere Gruppe trat in den Wertungsklassen Gäste Bronze A und Silber A an. Dabei konnten sie in Bronze A den 41. und in Silber A den 55. Rang in einem dicht gedrängten Bewerberfeld erlangen.
Die gemeinsame Anreise der Bewerbsgruppen aus Oberalm, Adnet, Grödig, Hallein und Bezirk Tennengau erfolgte mit zwei Bussen von Schwab Reisen.
Auch unser Ortsfeuerwehrkommandant BR Sebastian Wass reiste an diesem Wochenende in das schöne Südtirol und begleitete unsere Bewerbsgruppe über das Wochenende hinweg.
Die Teilnehmer der Bewerbsgruppe Hallein:
Dieser Bewerb und die daraus gewonnenen Erfahrungen und Erlebnisse bleiben mit Sicherheit lange in Erinnerung unserer Teilnehmer.
Neben zahlreichen anderen Bewerbsgruppen aus dem Bezirk Tennengau und aus Salzburg reiste auch die Bewerbsgruppe des Bezirkes Tennengau nach Klobenstein.
Drei Mitglieder der Feuerwehr Hallein sind Bestandteil dieser Gruppe. Sie erreichten in der Wertungsklasse Gäste Bronze B den 21. Rang.
Teilnehmer der Bewerbsgruppe Bezirk Tennengau:
Gratulation zur erfolgreichen Absolvierung dieses Bewerbes und dem erlangen der beiden Südtiroler Leistungsabzeichen.
Am 18. und 24. Juni 2026 führte unsere Mannschaft gemeinsam mit dem Roten Kreuz Hallein zwei realitätsnahe Verkehrsunfallübungen durch. Um eine möglichst effiziente Einsatzabwicklung zu trainieren und die Abläufe unter nahezu realen Bedingungen zu festigen, wurden beide Übungen in Zugstärke abgearbeitet.
Übungsannahme war jeweils ein Verkehrsunfall, bei dem ein Fahrzeug von der Straße abgekommen und in einer Böschung zum Stillstand gekommen war. Aufgrund der Nähe zur Salzach sowie der steilen Geländebeschaffenheit stellte die Einsatzsituation besondere Anforderungen an die eingesetzten Kräfte. Neben der raschen Hilfeleistung galt es vor allem, die eigene Sicherheit sowie die Sicherheit der dargestellten Verletzten jederzeit zu gewährleisten.
Das zentrale Übungsziel lag in der schnellen, aber dennoch gut überlegten und sicheren Rettung der verletzten Personen. Ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Roten Kreuz Hallein gelegt. Da die Verletzendarsteller selbst aus den Reihen des Roten Kreuzes stammten und realitätsnah geschminkt wurden, konnte die Übung unter besonders authentischen Bedingungen durchgeführt werden.
Zu den wesentlichen Aufgaben zählten das Absichern der Einsatzstelle, das Sichern des Unfallfahrzeuges, die Betreuung und Versorgung der Verletzten, die enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst sowie die schonende Rettung der Personen aus dem Fahrzeug.
Beide Übungen zeigten einmal mehr, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsorganisation bei Verkehrsunfällen ist. Durch die gemeinsame Ausbildung konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt, Abläufe optimiert und die Zusammenarbeit für den Ernstfall weiter gestärkt werden.
Wir bedanken uns beim Roten Kreuz Hallein herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit, die professionelle Unterstützung und die engagierte Mitwirkung bei beiden Übungen. Durch die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen und die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen weiter vertieft werden.