Feuerwehr-Notruf 122
 

Bewerbswesen

Verfasst von HBm Johann Gradl


Als wir uns im Jahre 1961 das erste mal mit den Feuerwehrleistungsbewerben befassten, schien es uns fast unmöglich, einen kompletten Löschangriff unter der geforderten Limitzeit von 130 Sekunden zu erbringen.
Die Übungsbedingungen dazu konnte man damals auf dem Dürrnberg nicht gerade als ideal bezeichnen. Außer steilen Wiesen und Hängen bot sich nur der Platz vor dem Amtsgebäude des Bergbaues an. Bei einem Löschangriff stand ab dem Verteiler eine Arbeitsbreite von 2,5 m zur Verfügung, sodass sich die beiden Angrifftrupps um ihren Platz raufen mussten.
Die Schnelleren hatten Glück!

 

Erst als der Sportplatz des Sportvereines und der Parkplatz für die Bergeinfahrt errichtet wurden, waren bessere Übungsbedingungen vorhanden. Bei Regen und Schnee fiel der Übungsbetrieb aus. Eine Halle steht auch heute noch nicht zur Verfügung. Trotz all dem und dank beharrlichen Übens stellten sich bereits zu Beginn unserer Bewerbstätigkeit beachtliche Ergebnisse ein.
Des öfteren traten wir sogar mit zwei Gruppen in allen Disziplinen an und das bei einem Mannschaftstand von durchschnittlich 30 Mann.
Seit jeher betrachten wir die Leistungsbewerbe mit dem dazugehörigen Training als einen wichtigen Teil unserer Ausbildung, zur Pflege der Kameradschaft und zur Erhaltung der Schlagkraft des Löschzuges. Mit dem ständigen und intensiven Üben entwickelte sich eine routinierte Mannschaft, gar mancher Erfolg stellte sich ein und die Lust nach höheren Zielen wuchs.
Manchmal bekamen wir wieder einen gehörigen Dämpfer, wenn der Fehlerteufel arg wütete, doch das spornte uns nur zum besseren Arbeiten an.
Als lohnendes Ergebnis gewannen wir im Jahre 1983 die beiden1. Plätze in Bronze B und Silber A beim Salzburger Landesfeuerwehrbewerb in Hallein.
Im gleichen Jahr durften wir daher beim 5. Bundes-Feuerwehrleistungsbewerb in Feldkirch/Vorarlberg mit zwei Gruppen antreten, wobei wir in der Altersgruppe in Bronze B den hervorragenden 2. Platz für das Land Salzburg erringen konnten.



Im Jahre 1984 dann, als wir aus dem Ausscheidungsbewerben für die VIII. Internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Vöcklabruck stärker als unsere Konkurrenten hervorgingen, waren wir voller Zuversicht. Eine gute Mannschaft, beste Kameradschaft, sehr gute Leistungen beim Training, nach menschlichem Ermessen sollte beim Internationalen Bewerb alles klappen.
Leider, wie manchmal im Leben, kommt es anders, als man denkt, ein kleines Missgeschick und aus der Traum. Wir erreichten Bronze statt Gold. Wenn man aber bedenkt, wie schwierig es ist, um zur so genannten Feuerwehrolympiade zu kommen, dann muss man nach dem Motto "Dabei zu sein ist Alles" zufrieden sein.



Heute wird die Bewerbstätigkeit traditionellerweise weitergepflegt, so tun sich immer wieder junge ambitionierte Kameraden zusammen um in den verschiedenen Wettkämpfen ihr bestes zu geben. So werden nicht nur die Wettkämpfe für die Feuerwehrleistungsabzeichen bestritten, auch das Atemschutzleistungsabzeichen ist ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Bewerbswesens.

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