Feuerwehr-Notruf 122
 

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Tuesday 27. Mar 2018 00:32

Fahrzeugbrand mit Folgen

In der Nacht auf den 27. März 2018 wurde die Feuerwehr Hallein Hauptwache um 00:32 Uhr von der LAWZ Salzburg zu einem Fahrzeugbrand in den nördlich von Hallein gelegenen Stadtteil Rif alarmiert.

Gemäß der Ausrückeordnung für dieses Alarmstichwort rückten die Fahrzeuge KDOA 1, KDOA 2, VRFA, TLFA 3000 und das SLFA 1500 nach und nach in Richtung Einsatzadresse aus.
Unmittelbar vor dem Eintreffen des Einsatzleiters erfolgte seitens der LAWZ die Information, dass der Brand bereits auf ein angrenzendes Gebäude übergegriffen hat.
Die sofort nach dem Eintreffen durchgeführte Erkundung bestätigte diese Meldung.
Der Fahrzeugbrand hatte auf eine direkt daneben befindliche Garage (Halle) in der 17 Fahrzeuge eingestellt waren in einem entsprechenden Ausmaß übergegriffen.
Im Inneren standen bereits mehrere Fahrzeuge, u.a. 2 Wohnmobile in Vollbrand, welche auch auf das Gebäude und die Dachkonstruktion übergegriffen hatten. Flammen schlugen bei der Dachbelüftung bereits ins Freie.

Aufgrund der vorgefundenen Schadenslage wurde das TLFA 4000, die DLA(K), das LFA und das ASF der Hauptwache nachgefordert.

Die Brandbekämpfung

Die Besatzung des Vorausfahrzeuges begann mit der Polylöschanlage sofort mit der Brandbekämpfung beim PKW.
Das Tanklöschfahrzeug 1 (TLFA 3000) startete unter schwerem Atemschutz mit der Gebäudebrandbekämpfung von außen durch das Fenster der Garage, wo der Fahrzeugbrand übergegriffen hatte. Als Angriffsmittel wurden ein HD-Rohr, sowie ein C-Hohlstrahlrohr gewählt. Die Wasserversorgung wurde durch einen angrenzenden Hydranten selbstständig sichergestellt.

Während dessen begann, dass eingetroffene Schwere Löschfahrzeug (SLFA 1500) mit der Brandbekämpfung im Inneren der Garage mittels einem C-Hohlstrahlrohr. Als Angriffsweg konnte hier der Eingangsbereich (Ostseite des Gebäudes) gewählt werden. OFK-Stv. HBI Josef Nocker koordinierte von dieser Gebäudeseite die Löscharbeiten.

Unterstützt wurde dieser Löschangriff vom Tanklöschfahrzeug 2 (TLFA 4000) mit einem zusätzlichen Atemschutztrupp unter Vornahme eines HD-Rohres. Die Wasserversorgung konnte ebenfalls durch einen nahegelegenen Hydranten sichergestellt werden.

Aufgrund des großen Vorplatzes der Garage konnte auch die Drehleiter mittels Wenderohr als Sicherheit entsprechend in Stellung gebracht werden. Von dort aus wurde auch ein C-Hohlstrahlrohr für die Brandbekämpfung am Dach betrieben. Das Atemschutzfahrzeug errichtet den AS-Sammelplatz.

Der gezielte Löschangriff von zwei Seiten brachte einen entsprechenden Erfolg, dadurch konnten sich zwei Atemschutztrupps auf das Dach begeben, um das Blechdach zu öffnen und darunterliegende Flammen zu löschen. Parallel wurde im Inneren die Brandbekämpfung weiter fortgeführt.

Lagerung von Flüssiggasflaschen und Betriebsmittel
Verschärft wurde die Situation durch die Lagerung von entsprechenden Flüssiggasflaschen in den Wohnmobilen und Wohnwägen, sowie von Betriebsmittel, die in großen Gebinden gelagert wurden.
4 Gasflaschen, davon 3 Stk. gefüllt konnten ins Freie gebracht werden. Alle Flaschen waren vor einer direkten Beflammung geschützt, somit war diese Gefahr rasch gebannt.

Brand unter Kontrolle / Brand aus
Um 01:19 Uhr konnte Brand unter Kontrolle gemeldet werden.
Um das Gebäude rauchfrei zu bringen, wurden beim Einfahrtstor 2 Drucklüfter in Stellung gebracht.
Nach entsprechenden Nachlöscharbeiten und Kontrolle des Gebäudes sowie der Brandlasten mit mehreren Wärmebildkameras konnte um 02:38 Brand-Aus gegeben werden.

Die innere Gebäudekonstruktion sowie die Brandlasten wurden abschließend durch Zugabe von 1% Mehrbereichsschaummittel mit einem C-Hohlstrahlrohr benetzt.

Fazit und Brandursache
Durch die sofort eingeleitete Brandbekämpfung von zwei Seiten und der Vornahme entsprechender Angriffsmittel konnte eine noch größere Ausbreitung im Inneren auf zusätzlich abgestellte Fahrzeuge verhindert werden.

Zudem das im Außengereich ausgebrannten Fahrzeug wurden im Inneren der Halle 2 Wohnmobile, 1 Wohnwagen und 2 PKW´s zur Gänze zerstört und weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.

Für die Brandbekämpfung wurden in Summe 4 C-Hohlstrahlrohre, 2 HD-Rohre und 1 Polylöschanlage sowie 6 Atemschutztrupps eingesetzt.

Die Untersuchungen des Landeskriminalamtes und eines Brandsachverständigen ergaben, dass der Brand mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund eines technischen Defektes im Motorraum des im Außenbereich abgestellten PKW´s ausgegangen ist.

Eingesetzt Kräfte:

KDOA 1, KDOA 2, TLFA 3000, SLFA 1500, TLFA 4000, DLA(K) 23-12, LFA, AS
Ausgerückte Mannschaft: 42
Einsatzleiter: OFK BR Josef Tschematschar

Weiters:
Polizei, Rotes Kreuz und am darauf folgenden Tag das LKA Salzburg

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